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Data-Matrix-Code oder QR-Code: Was eignet sich für Bauteile?

Ein Data-Matrix-Code (DMC) ist ein quadratischer oder rechteckiger 2D-Code, der Daten auf kleinster Fläche speichert und sich direkt auf Bauteile lasern lässt. Wer Bauteile maschinenlesbar kennzeichnen will, landet fast immer bei ihm oder beim QR-Code. Beide lassen sich mit dem Laser direkt auf Metall und Kunststoff aufbringen. Welcher besser passt, hängt davon ab, wie viel Platz auf dem Teil ist, wer den Code später liest und was er enthalten soll.

Was ist ein Data-Matrix-Code (DMC)?

Der Data-Matrix-Code speichert Zeichen in einem Raster aus quadratischen Modulen. Je nach Datenmenge wächst das Raster von wenigen bis zu vielen Modulen pro Seite. Weil er auch in sehr kleinen Abmessungen lesbar bleibt, wird er häufig direkt auf das Bauteil gelasert, statt auf ein Etikett gedruckt — man spricht dann von Direktmarkierung.

Zwei Codes, ein Prinzip

DataMatrix und QR-Code sind zweidimensionale Codes. Statt Strichen wie beim Barcode speichern sie Informationen in einem Raster aus hellen und dunklen Modulen. Beide enthalten eine Fehlerkorrektur: Fehlt ein Teil des Codes oder ist er verschmutzt, kann das Lesegerät die Daten in gewissem Umfang trotzdem rekonstruieren.

Erkennbar sind sie an ihren Suchmustern. Der QR-Code hat drei große Quadrate in den Ecken, an denen sich das Lesegerät orientiert. Der DataMatrix-Code hat stattdessen eine durchgehende L-förmige Kante an zwei Seiten und ein abwechselnd hell-dunkles Taktmuster an den beiden anderen.

DataMatrix: kompakt und industrieüblich

Der DataMatrix-Code braucht für dieselbe Datenmenge meist weniger Fläche als ein QR-Code, weil er keine großen Suchmuster in den Ecken trägt. Er lässt sich quadratisch oder rechteckig aufbauen. Die rechteckige Form passt auf schmale Flächen wie Wellen, Profilkanten oder kleine Gehäuseseiten, auf denen ein quadratischer Code keinen Platz hätte.

In der Industrie ist DataMatrix deshalb der verbreitete Code für die Direktmarkierung von Bauteilen. Er wird typischerweise mit Handscannern oder fest installierten Kameras an Montage- und Prüfplätzen gelesen und trägt Seriennummern, Chargen oder Sachnummern, die in einem ERP- oder MES-System weiterverarbeitet werden.

QR-Code: lesbar mit jedem Smartphone

Der QR-Code spielt seine Stärke aus, wenn nicht nur die eigene Fertigung, sondern auch Kunden, Servicetechniker oder Endanwender den Code lesen sollen. Aktuelle Smartphones erkennen ihn in der Regel direkt mit der Kamera, ohne zusätzliche App. Typische Inhalte sind Links zu Bedienungsanleitungen, Ersatzteilseiten, digitalen Typenschildern oder Wartungsprotokollen.

Dafür braucht der QR-Code mehr Fläche. Wird er zu klein gelasert, wird er für Smartphone-Kameras schwerer erfassbar — gerade auf spiegelnden Metalloberflächen. Wer einen Link codiert, sollte die URL deshalb möglichst kurz halten: Weniger Zeichen ergeben weniger Module und damit größere, besser lesbare Strukturen auf gleicher Fläche.

Was beim Lasern auf Metall und Kunststoff zählt

Ob ein gelaserter Code zuverlässig gelesen wird, entscheidet sich weniger an der Codeart als an Kontrast, Modulgröße und Oberfläche. Auf Edelstahl wird der Code meist als dunkle Anlassbeschriftung aufgebracht, auf eloxiertem Aluminium entsteht er hell auf dunklem Grund, auf Kunststoff je nach Werkstoff dunkel oder hell. Gestrahlte, gegossene oder stark strukturierte Oberflächen liefern weniger Kontrast als glatte Flächen. Hell auf dunklem Grund gelaserte Codes sind invertiert; manche Lesegeräte müssen dafür umgestellt werden.

  • –Ruhezone: Um den Code herum muss ein freier Rand ohne Kanten, Bohrungen oder andere Beschriftung bleiben
  • –Modulgröße: Je feiner das Raster, desto mehr kommt es auf Oberfläche und Lesegerät an
  • –Reflexion: Spiegelnde Flächen können Kameras blenden; hier hilft eine passende Beleuchtung am Leseplatz
  • –Position: Der Code sollte auf einer ebenen Fläche liegen, die später nicht verdeckt oder überlackiert wird

Codes in Serie: Daten und Muster

Bei der Bauteilkennzeichnung trägt in der Regel jedes Teil einen eigenen Code. Die Inhalte übernehmen wir aus Ihren Datenlisten, etwa als Excel- oder CSV-Datei, oder erzeugen sie fortlaufend nach einem vereinbarten Schema. Klartext und Code lassen sich im selben Durchgang aufbringen, sodass jedes Teil auch ohne Lesegerät zuzuordnen ist.

Da die Lesbarkeit von Material, Oberfläche und Ihrem Lesegerät abhängt, beschriften wir vor der Serie Musterteile. Sie prüfen die Codes mit Ihren eigenen Scannern oder Kameras unter realen Bedingungen. Erst nach Ihrer Freigabe startet die Serie — ohne Mindestmenge, vom Einzelteil an.

Häufige Fragen

Welche Daten sollte ein Bauteilcode enthalten?
Das hängt davon ab, wie der Code verarbeitet wird. Häufig reicht eine eindeutige Seriennummer, über die alle weiteren Informationen in Ihrem System abgerufen werden. Je weniger Zeichen der Code trägt, desto größer und robuster können die einzelnen Module bei gleicher Fläche ausfallen.
Was passiert, wenn ein gelaserter Code teilweise beschädigt wird?
Durch die Fehlerkorrektur bleiben DataMatrix- und QR-Codes bis zu einem gewissen Grad lesbar, auch wenn Kratzer oder Verschmutzungen einzelne Module verdecken. Ist der Code großflächig beschädigt, hilft ein mitgelaserter Klartext, das Teil dennoch zuzuordnen.
Lassen sich Codes auch auf runden Bauteilen lasern?
Grundsätzlich ja. Auf Wellen und Rohren eignet sich oft ein rechteckiger DataMatrix-Code, der entlang der Achse liegt und so weniger von der Krümmung betroffen ist. Ob das Ergebnis auf Ihrem Durchmesser zuverlässig lesbar ist, klären wir am Muster.

Muster an Ihrem Bauteil?

Wir beschriften Musterteile aus Ihrem Material, bevor die Serie startet.